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Resteessen und Nachhaltigkeit: Die App „Too good to go“ im Kreis Kleve

Die App „Too good to go“ verspricht eine Lösung gegen Lebensmittelverschwendung im Kreis Kleve. Doch was steckt tatsächlich hinter diesem Resteessen für kleines Geld?

17. Juni 2026
2 Min. Lesezeit

Einleitung

In einer Welt, in der Lebensmittelverschwendung allgegenwärtig ist, hat die App „Too good to go“ eine Nische geschaffen, die Küchen und hungrige Verbraucher zusammenbringt. Im Kreis Kleve findet diese App zunehmend Aufmerksamkeit, doch die Meinungen über ihren Wert und ihre Praktikabilität sind geteilt. Hier werden einige gängige Mythen über die App und das Konzept dahinter untersucht.

Mythos: „Too good to go“ ist nur für Schnäppchenjäger

Der gängige Glaube ist, dass die Nutzung dieser App ausschließlich auf den Drang nach günstigen Preisen basiert. Dies ist jedoch eine stark vereinfachte Sichtweise. Während es stimmt, dass der Preis ein großer Anreiz ist, bietet die App auch eine wichtige Möglichkeit, das Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung zu schärfen. Viele Nutzer sind sich der ethischen Dimension bewusst und möchten aktiv zur Reduzierung des Abfalls beitragen, nicht nur ihren Geldbeutel schonen.

Mythos: Qualität der Speisen ist mangelhaft

Ein weiterer verbreiteter Mythos besagt, dass die Qualität der angebotenen Lebensmittel aufgrund ihrer „Reste“-Natur leidet. Man stelle sich vor, man kaufe nur abgelaufene und ungenießbare Produkte. In der Realität handelt es sich jedoch meist um hochwertige, nicht verkaufte Speisen, die am Ende des Tages übrig bleiben. Oft sind es frisch zubereitete Gerichte von Restaurants, die nur darauf warten, gerettet zu werden.

Mythos: Die App ist schwer zu bedienen

Die Vorstellung, dass „Too good to go“ eine komplexe App ist, schreckt einige potenzielle Nutzer ab. In Wahrheit ist die Benutzeroberfläche jedoch denkbar einfach. Nach dem Herunterladen der App kann der Nutzer in wenigen Schritten das nächste Resteessen finden und bestellen. Die Kinderleichtheit des Prozesses ist einer der Gründe, warum die App so schnell an Popularität gewinnt.

Mythos: Nur Restaurants bieten Reste an

Ein weiterer Irrglaube ist, dass ausschließlich Restaurants zur Verfügung stehen, die Lebensmittel über die App anbieten. Tatsächlich sind es auch Bäckereien, Supermärkte und Cafés, die ihre überschüssigen Produkte eintragen. Diese Vielfalt erhöht die Attraktivität der App und macht sie für eine breitere Nutzerbasis interessant.

Mythos: „Too good to go“ hat keinen Einfluss auf die Umwelt

Schließlich wird oft behauptet, dass der Einfluss der App auf die Umwelt minimal sei und daher die Mühe nicht wert ist. Diese Annahme verfehlt jedoch das große Ganze. Jeder gerettete Essensrest ist nicht nur ein Schritt in Richtung weniger Abfall, sondern auch ein Beitrag zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks, der mit der Lebensmittelproduktion verbunden ist. Indem sie sich aktiv an dieser Initiative beteiligen, helfen Nutzer, eine bedeutende Wirkung zu erzielen, auch wenn dies auf den ersten Blick unbedeutend erscheint.